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Wiedervereinigtes Hillesheim
Von Napoleons Departement bis zur Verbandsgemeinde Guntersblum

Von 1797 an gehörte Hillesheim zum Departement Donnersberg. Nach dem Wiener Kongress und der hieraus resultierenden Neuaufteilung Europas wurde Hillesheim 1816 dem Grossherzogtum Hessen zugeteilt, wenig später wurde der linksrheinische Teil als Provinz Rheinhessen verwaltet. 1835 wurde Rheinhessen in Kreise eingeteilt: Hillesheim gehörte zunächst zum Kreis Alzey, 1848 zum Regierungsbezirk Worms, 1852 zum Kreis Oppenheim, 1938 zum Kreis Mainz, 1945 zur französischen Besatzungszone. Seit 1968 liegt Hillesheim im heutigen Kreis Mainz-Bingen und seit 1972 gehört das Dorf zur Verbandsgemeinde Guntersblum, zusammen mit den Gemeinden Dolgesheim, Dorn-Dürkheim, Eimsheim, Guntersblum, Ludwigshöhe, Ülversheim, Weinolsheim und Wintersheim. 

3-Röhrenbrunnen in Hillesheim in RheinhessenDas rheinhessische Weindorf Hillesheim heute

Die Berggemeinde Hillesheim hat heute etwa 650 Einwohner. Die Gemarkung ist 552 ha groß, von denen 481 ha forst- und landwirtschaftlich genutzt werden. 140 ha werden allein für den Weinbau genutzt. Die Weinbergslagen in Hillesheim sind die Einzellagen Sonnheil und Altenberg, sowie die Großlage Oppenheimer Krötenbrunnen. An Sehenswürdigkeiten hat Hillesheim die schöne Bergkirche mit Wehrturm, der vermutlich bereits aus dem 12. Jahrhundert stammt. Im Innern der Kirche sind gut erhaltene Grabplatten aus der Zeit der Herren von Geispitzheim und der Familie Pröck zu sehen. Die Orgel in der Kirche ist eine Stummorgel aus dem Jahre 1750.

Nicht unerwähnt bleiben darf der über 100-jährige sogenannte Drei-Röhren-Brunnen, über den 1995 eine eigene Festschrift zum 100-jährigen Bestehen von der Ortsgemeinde herausgegeben wurde. Ein Besuch des schmucken rheinhessischen Weindorfes Hillesheim ist lohnenswert, nicht nur zur Kirchweih am 2. Wochenende im September oder zum traditionellen Weihnachtsmarkt am 3. Advent.

 

   
© Albert Hillesheim & ALLROUNDER