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Zur Ortsgeschichte von Hillesheim

Wappen vom weinort Hillesheim in RheinhessenHillesheim - ein geteiltes Dorf

Das Jahr 1387 ist von besonderer Bedeutung für die Geschichte Hillesheims: die Herren von Falkenstein und Mincenberg verkauften den Kirchberg mit der Kirche und den benachbarten Gebäuden an das Kloster von Rosenthal am Donnersberg. Durch diesen Verkauf wurde der Ort in einen Kirchbergsteil, später der evangelische oder auch Dolgesheimer Teil, und in einen kaiserlichen, katholischen oder auch Haßlocher Teil gespalten. Diese Spaltung bestand bis zur Zeit Napoleons in das Jahr 1798 und sorgte, wie weiter unten aufgeführt, noch zu allerlei politischen Spannungen.

Der Kirchbergsteil von Hillesheim

Im Jahre 1570 vererbte die letzte Äbtissin des Klosters Rosenthal am Donnersberg ihren Teil, also den Kirchbergsteil, an ihren Bruder Heinrich von Geispitzheim. Somit gehörte dieser Teil Hillesheims bis 1675 den Freiherren von Geispitzheim. Durch Heirat und Testament gelang der Geispitzheimsche Kirchbergsteil 1690 an eine Familie von Pröck: die Gräfin Amalia von Pröck war eine geborene von Geispitzheim und heiratete Ernst Ludwig von Proeck aus Ostpreussen. Sie war eine der Hauptfiguren im Streit zwischen dem evangelischen und dem katholischen Teil Hillesheims.Die Bergkirche von Hillesheim in Rheinhessen

Der Haßlocher, Falkensteinische, katholische und kaiserliche Teil Hillesheims

Hillesheim befand sich 1190 im Besitz des Werner von Bolanden. Durch Heirat und Vermächtnis wird Graf Philip von Falkenstein, Schwiegersohn des Werner von Bolanden, Besitzer von Hillesheim. Seitdem ist Hillesheim im Besitz der Falkensteins. Im Jahre 1546 übernimmt die Familie von Dhaun, Herren zu Falkenstein-Oberstein, eine Nebenlinie der Falkensteins die Herrschaft. 1660 wird der falkensteinische- dhaunische Teil an den Herzog von Lothringen verkauft. Dieser übertrug die Herrschaft auf einen seiner Söhne, den Prinzen von Vandemont, der 1723 kinderlos starb. Während der Jahrhundertwende um 1700 müssen jedoch die Grafen von Manderscheidt und Löwenhaupt als falkensteinische Linie im Besitz von Hillesheim gewesen sein. Wie weiter unten noch geschildert, kann das Jahr 1702 als Höhepunkt der Streitigkeiten in Hillesheim angesehn werden und für diesen Zeitpunkt werden die falkensteinischen Grafen von Manderscheid und Löwenhaupt als Besitzer genannt. In einer Chronik der Pfarrei wird von Erbstreitigkeiten gesprochen. Nach dem Tode des Prinzen von Vandemont 1723 fiel die Herrschaft zurück an den Herzog von Lothringen und in Folge der Vermählung dieses mit Maria Theresia wurde der kaiserliche Teil Hillesheims schließlich 1740 österreichisch. Doch nun einige Details aus der Zeit um 1700:

   
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